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Offered Master Theses (Last Updated November 2016)


  1. Offered Master Theses
  2. Master Theses In Progress
  3. Completed Diploma-/Master Theses

 

Wir bedanken uns für Ihr Interesse an Bachelorarbeitsthemen/Masterarbeitsthemen. Bitte berücksichtigen Sie, dass nicht immer alle angedachten Arbeiten auch den Weg auf unsere Homepage finden.
Wir verfügen über einen Pool an Arbeiten, die in Zusammenarbeit mit Industriepartnern des Lehrstuhls aber auch im Rahmen von Projekten am Lehrstuhl an geeignete Kandidatinnen und Kandidaten vergeben werden. Auch Arbeiten im Ausland versuchen wir zu vermitteln und zu fördern.

Individuelle Interessen lassen sich oft in einem persönlichen Gespräch besser klären. Wir ersuchen Sie deshalb nicht nur unsere Homepage zu durchforsten sondern auch direkt das Gespräch mit

Prof. Johannes Schenk für Arbeiten im Bereich der Eisen- und Stahlherstellung,
mit Ass.Prof. Susanne Michelic für Arbeiten um das Thema nichtmetallischer Einschlüsse und mit
Ao.Prof. Christian Bernhard für Arbeiten rund um das Gießen und Schweißen von Stahl

zu suchen. Natürlich können Ihnen aber auch alle wissenschaftlichen MitarbeiterInnen weiterhelfen.


Optimierung von Stahlgusslegierungen in Hinblick auf das Erstarrungsverhalten und die damit verbundene Fehlerbildung

Inhalte:

Stahlguss umfasst un-, niedrig- und höherlegierte Stähle und die Gusstücke zeichnen sich durch sehr hohe Stückgewichte und komplexe Geometrien aus. Auftretende Oberflächenfehler müssen durch kostspielige Nacharbeiten händisch ausgebessert werden. Ein relevanter Teil der Produktpalette besteht aus Stahlgüten, die während der Erstarrung eine peritektische Phasenumwandlung (L+δ→γ+δ) durchlaufen. Diese sogenannten peritektischen Stähle sind besonders fehleranfällig und schwierig zu vergießen. Ein weiterer Einflussfaktor auf die Oberflächenqualität hat die Auswahl der verwendeten Schlichte und dessen Binder.

Im Rahmen einer geplanten Masterarbeit mit voestalpine Gießerei Linz sollen thermodynamische Berechnungen und gezielte experimentelle Untersuchungen an ausgewählten peritektischen Gusslegierungen am Lehrstuhl für Eisen- und Stahlmetallurgie durchgeführt werden. Dazu stehen sowohl praxisnahe Eintauch-Erstarrungsexperimente (Dipping-Test) wie auch Methoden der thermischen Analyse (DTA/DSC) zur Verfügung. Ziel der Untersuchungen ist es, durch gezielte Legier-ungsvariationen innerhalb der erlaubten Spezifikation das Erstarrungsverhalten positiv zu beeinflussen und damit zusammenhängende Fehler zu vermeiden.

Partner: voestalpine Gießerei Linz GmbH
Betreuung:
Ao.Univ.Prof. Christian Bernhard (Lehrstuhl für Eisen- und Stahlmetallurgie)

Dipl.-Ing. Dr.mont. Peter Presoly (Lehrstuhl für Eisen- und Stahlmetallurgie)


Betriebliche Optimierung der Verteilerfahrweise zur Steigerung des inneren Reinheitsgrades von Stranggussbrammen

Motivation und Ziel:

Die Verringerung des Anteils nichtmetallischer Einschlüsse (NMI) in stranggegossenen Produkten (Brammen) gewinnt nicht zuletzt aufgrund steigender Kundenanforderungen immer mehr an Bedeutung und stellt eine große Herausforderung dar. Der schädliche Einfluss von NMI´s lässt sich damit erklären, indem die Partikel in der Bramme wie ein Fremdkörper wirken und sich somit mechanisch von der Umgebenden Stahlmatrix unterscheiden. Dies hat zur Folge, dass es bei der Weiterverarbeitung (Walzen) zu einer Werkstofftrennung an der Grenzfläche Stahl <-> Partikel kommt und größere Partikel aufgrund ihrer Sprödigkeit während der Verformung sogar in mehrere Teile zertrümmert
werden können. Fatale Folge: Aufwändig produziertes Blech mit irreparablen Innenfehlern (Schrott).


Der Stranggussverteiler ist de facto die letzte Komponente, in der NMI vor der Erstarrung noch effizient abgeschieden werden können. Voraussetzung dafür ist ein stationärer Gießbetrieb, welcher aber aus unterschiedlichen Gründen oftmals nicht eingehalten werden kann. An dieser Stelle seien Anfahrphase (Gießstart), Pfannenwechsel sowie Gießende genannt. Instationäre Vorgänge führen oftmals zu Verwirbelungen der Verteilerbadoberfläche und begünstigen dadurch einen Schlackeneinzug und lässt die Partikel-Konzentration im Stahl deutlich ansteigen. Da eine adäquate Abscheidung dieser Teilchen in weiterer Folge nicht mehr adäquat erfolgen kann, werden diese in erhöhtem Ausmaß in die Kokille eingeschleppt.

Diese Diplomarbeit soll dazu beitragen, Auswirkungen der Verteilerfahrweise auf den inneren Reinheitsgrad durch großtechnische Untersuchungen zu quantifizieren, um in weiterer Folge qualitätssteigernde Maßnahmen ableiten zu können. Es sind dazu folgende Arbeiten durchzuführen:

  • Literaturrecherche
  • Großtechnische Versuchsbegleitung
  • Auswertung und Interpretation
    • Aufbereitung und Zusammenführung von Messergebnissen
    • Korrelation qualitativer Aspekte zu Stranggieß-Prozessparameter
    • Quantitative Beurteilung der Auswirkung unterschiedlicher Einflussgrößen auf den Reinheitsgrad
  • Quantitative Erhebung des Verbesserungspotentials
  • Dokumentation und Abschlussbericht
Partner: voestalpine Stahl GmbH Linz
Betreuung:
Ao.Univ.Prof. Christian Bernhard (Lehrstuhl für Eisen- und Stahlmetallurgie)