Aufgabenstellung:
Im Rahmen der Masterarbeit sollen neue Phasendiagramme von Teilsystemen komplexer Fe-C-Si-Mn-Al Legierungen (= TRIP/TWIP Stähle) experimentell bestimmt werden. Dabei ist auch Vorgehensweise (best practice) für die Hochtemperaturmessung der spezifischen Wärmekapazität cp mit der DSC 404 F1 zu optimieren und zu validieren.
Sämtliche Tätigkeiten können direkt am Lehrstuhl für Eisen- und Stahlmetallurgie durchgeführt werden. Neue Legierungen werden aus hochreinen Einsatzstoffen mittels Hochfrequenz-Induktionsschmelzen erschmolzen, um dann mittels DSC-cp Messungen die thermodynamischen Daten zu bestimmen. Die so experimentell neu bestimmten Phasendiagramme werden mit der CALPHAD (CALculation of PHAse Diagrams) Methode weiterverarbeitet zur Optimierung von thermodynamischen Datenbanken.
Ziel: Hochqualitative thermodynamische Daten von neue Stahllegierungen.
Betreuung:
Dipl. -Ing. Peter Presoly (Lehrstuhl für Eisen- und Stahlmetallurgie)
Ao.Univ.Prof. Dr. Christian Bernhard (Lehrstuhl für Eisen- und Stahlmetallurgie)
Die Herstellung großer Schmiedeblöcke ist mit sehr langen Erstarrungszeiten verbunden, die auch einen wesentlichen Einfluss auf die finale Einschlusslandschaft im Rohblock und somit im Schmiedeprodukt haben. In Hinblick auf deren spätere Anwendungen und die dort auftretenden Beanspruchungen spielt der Reinheitsgrad dieser Stähle eine wesentliche Rolle. So stellt beispielsweise die Polierfähigkeit von Kunststoffformenstählen, die unter anderem in direktem Zusammenhang mit dem mikroskopischen Reinheitsgrad steht, ein entscheidendes Qualitätskriterium dar. Ziel der vorliegenden Arbeit ist eine detaillierte Charakterisierung der nichtmetallischen Einschlüsse hinsichtlich ihrer Größe, Zusammensetzung, Morphologie und Verteilung in unterschiedlichen Zonen des erstarrten Blocks. Als Methode zur Einschlusscharakterisierung soll vorrangig die automatisierte REM/EDX Analyse zum Einsatz kommen, wodurch ein Vergleich der Einschlusslandschaft vor und nach dem Gießen, unter Berücksichtigung lokaler Abhängigkeiten erarbeitet werden kann.
Industriepartner: Buderus Edelstahl GmbH
Ansprechpartner Industrie: Dipl.-Ing. Sebastian Schramhauser
Betreuung:
Dr. Susanne Michelic (Lehrstuhl für Eisen- und Stahlmetallurgie)
Ao.Univ.Prof. Dr. Christian Bernhard (Lehrstuhl für Eisen- und Stahlmetallurgie)
Ziel dieser Diplom / Masterarbeit ist es, anhand von Vergleichsmessungen die analytischen Methoden „Mikrosonde“ und „Rasterelekronenmikroskop“ zur Phasenbestimmung von LD – Schlacken gegenüberzustellen.
Industriepartner: voestalpine Stahl Linz GmbH
Ansprechpartner Industrie:
DI Dr. Herbert Mizelli (voestalpine Stahl Linz GmbH, Tel.: +43 664 6158543)
DI Harald Panhofer (voestalpine Stahl Linz GmbH, Tel.: +43 664 8363834)
Betreuung:
Prof. Johannes L. Schenk (Lehrstuhl für Eisen- und Stahlmetallurgie)
Aufgabe
In einem integrierten Hüttenwerk zur Herstellung von Eisen- und Stahlprodukten sind die Zusammen-hänge der Material-, Energie- und Kostenflüsse äußerst komplex. Die Auswirkungen von geänderten Rahmenbedingungen, wie die Implementierung alternativer Rohstoff, neuer Anlagen oder Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz sind die Basis für Entscheidungsfindungsprozesse. Das zu erstellende, konfigurierbare Simulationswerkzeug bietet die Grundlage zur Modellierung der Hüttenwerksanlagen inklusive der Stoff- und Energieflüsse, sowie zur Berechnung der Produktionskosten.
Ziel
Erstellung von Modellen zur Berechnung der einzelnen Produktionsschritte in einem integrierten Hüttenwerk in technischer und wirtschaftlicher Hinsicht. Fokus soll vor allem auf die Hauptanlagen gelegt werden, für die jeweils eine Material- und Energiebilanz zu erstellen ist, um daraus die Produktionskosten (OPEX) berechnen zu können.
Industriepartner: Siemens VAI Metals Technologies GmbH
Ansprechpartner Industrie: Dipl.-Ing. Dieter Bettinger
Betreuung:
Dipl.-Ing. Lukas Schmidt (Lehrstuhl für Eisen- und Stahlmetallurgie)
Eine Möglichkeit der Effizienzsteigerung bzw. Verringerung des spezifischen Energieverbrauchs von metallurgischen Prozessen ist die zielgerichtete Aufbereitung der Einsatzstoffe durch z.B. Trocknung oder Vorwärmung.
In Zuge dieser Arbeit soll schwerpunktmäßig der Hochofen, die Kokerei, der COREX-, FINEX- und MIDREX- Prozess betrachtet werden.
Ziel ist es, durch Recherchen und durch die Erstellung von Rechenmodellen für den Einsatz von aufbereiteten Einsatzstoffen die Auswirkungen und die Effizienzsteigerung für den jeweiligen Prozess abzubilden und zu bewerten.
Industriepartner: Siemens VAI Metals Technologies GmbH, Linz
Betreuung:
Prof. Johannes L. Schenk (Lehrstuhl für Eisen- und Stahlmetallurgie)
Dipl.-Ing. Andrea Werner (Siemens VAI Metals Technologies GmbH, Linz)